Safari Fotografie: Technik & Ausrüstung

Safari Fotografie: Fotografin

Für die Safari Fotografie ist eine gute Ausrüstung und Technik notwendig.

Analoge oder digitale Safari Fotografie?

Die Frage nach der Art der Kamera ist eine Geschmacksfrage: Vor einigen Jahren noch war die Digitalfotografie in den Anfängen und viele Fotografen (vor allem Hobby-Fotografen) bevorzugten noch ihre Analogkameras. Durch die ständig steigende Qualität der Kameras und der Bilder sowie der höheren Pixelanzahl, haben sich die digitalen Kameras heute klar durchgesetzt.

Die digitale Fotografie bietet viele Vorteile und Erleichterungen und hat die analoge daher bereits überholt. Auch in Zukunft wird dieser Vorsprung noch weiter ausgebaut, da sich die Technik weiterhin rasant entwickeln wird. Die Frage nach digitaler oder analoger Fotografie ist daher heute weniger eine Frage der Qualität, sondern der persönlichen Vorlieben und des eigenen Enthusiasmus.

Einige Vorteile der digitalen Kamera:

  • Kostengünstig: Kosten für Filme und Entwicklung fallen weg.
  • Bereits während der Aufnahme kann die Qualität des Gesamtbildes
    kontrolliert und evtl. gelöscht werden.
  • Wege der Veröffentlichung: Fotos können am Computer bearbeitet und optimiert, im Internet angezeigt und am eigenen Drucker ausgedruckt werden.
  • Problemlose Anpassung an Lichtverhältnisse, Farbtemperatur und Weißabgleich: Werte lassen sich an der Kamera verstellen, so dass Filme mit unterschiedlichen ISO Werten nicht benötigt werden.
  • Mehrfachzoom: Moderne Digitalkameras verfügen häufig über Mehrfachzoom-Objektive, so dass ein Wechsel zwischen mehreren Objektiven unnötig ist.
  • Möglichkeit durch Speichermedien sehr viele Fotos zu speichern.

Einige Nachteile der digitalen Kamera:

  • Zum Teil geringere Akkulaufzeit durch Versorgung des Fokus, der Displayanzeige und der Bildspeicherung. Bedenken Sie, dass auf Safari nicht immer gute Möglichkeiten zum Aufladen der Akkus bestehen!
  • Aufgrund der sehr hohen Pixelanzahl auf kleinem Bildsensor entstehen oft grobkörnige und unscharfe Bilder.
  • Digitales und technisches Verständnis sowie Fähigkeiten zur Bildbearbeitung am Computer werden vorausgesetzt.

Kompakt- oder Spiegelreflexkamera?

Das Modell der Kamera ist stark abhängig von dem Verwendungszweck der Bilder: Möchten Sie schöne Urlaubsfotos, die Sie in normaler Fotogröße ausdrucken oder im Internet veröffentlichen werden, so ist eine durchschnittliche Kamera mit 6-8 Megapixel ausreichend. Profi-Fotografen arbeiten sogar mit Kameras bis hin zu 20 Megapixel. Für Hobby-Fotografen ist dieses jedoch weniger sinnvoll und notwendig, denn je höher die Pixelzahl desto höher ist oft auch das Risiko von "Bildrauschen". Daher ist eine gute Kamera mit einer durchschnittlichen Pixelzahl in jedem Fall besser als eine schlechte mit höheren Werten.

Aufgrund der einfache Bedienung und der Größe einer Kompaktkamera sind diese bei vielen Safari Touristen beliebt um schöne Urlaubsfotos und auch einige Tierfotografien zu erlangen. In Punkto Qualität und Preis/Leistung hat sich in diesem Bereich in den vergangenen Jahren einiges getan, so dass heute auch Kameras mit recht guten Zoom-Objektiven und einer hohen Auflösung erhältlich sind.

Spiegelreflexkameras bieten meist eine ganze Menge sinnvollen Mehrwert, der bei dem richtigen Einsatz zu qualitativ hochwertigen Bildern führt. Durch die Möglichkeit Objektive auszuwechseln und Filter einzusetzen, können die jeweiligen Lichtsituationen ausgenutzt bzw. ausgebessert werden. Ein großer Vorteil einiger Spiegelreflexkameras ist die Schärfenachführung, wodurch bewegte Motive (z.B. schnell laufende Tiere) besser fotografiert werden können.

Seien Sie sich jedoch bewusst, dass der Kauf einer professionellen Kamera nicht gleich auch zu professionellen Bildern führt! Bei einer Spiegelreflexkamera sind Sie sehr stark gefordert sich mit der Technik und den Funktionen der Kamera auseinander zu setzen. Nur so kann das volle Potenzial der Kamera ausgeschöpft werden!

Objektive für Tier- und Landschaftsmotive

Die Safari Fotografie lebt von faszinierenden Landschaftsaufnahmen und Tiermotiven! Um die verschiedenen Motive ausnutzen zu können, sind unterschiedliche Objektive empfehlenswert. Kompakte Sucherkameras verfügen ausschließlich über ein Objektiv, welches nicht, wie bei Spiegelreflexkameras, ausgewechselt werden kann. Achten Sie dort daher bereits beim Kauf auf die Qualität des Objektivs!

Für die Safari Fotografie ist die Brennweite Ihrer Kamera wichtig: Mit einer Brennweite von 50 mm bis 200 mm können Sie schöne Tierfotografien, auch aus dem Fahrzeug heraus, machen. Professionelle Fotografen nutzen für Tieraufnahmen aus größerer Distanz meist ein Teleobjektiv mit 300mm Brennweite oder mehr.

Für Landschaftsaufnahmen ist ein Standard-Objektiv (35mm-70mm) ausreichend. Um die Weite der Landschaft noch zu verstärken, können Weitwinkelobjektive eingesetzt werden.

Safari Fotografie: Licht

Die Lichtverhältnisse am Morgen und am Abend erfordern spezielle Objektive und Filter.

Filter für die Bildverbesserung

Spiegelreflexkameras können mit speziellen Filtern das auf den Film gelangende Licht in verschiedene Weisen beeinflussen. So sind sie zum einen für die Bildverbesserung nützlich und dienen zum anderen auch zum Schutz des Objektivs.

Bei Landschaftsaufnahmen kann es passieren, dass diese bei starker Sonne und schönem Wetter durch die vielen Reflektionen des Lichts „ausgewaschen“ wirken. Ein Polfilter wirkt diesen Reflektionen entgegen.

Ein UV- oder Skylight-Filter dient meist dem Schutz des Objektivs. Besonders der Staub auf Safaris ist für die meist sehr teuren Wechselobjektive schädlich. Schnell entstehen Kratzer auf der Frontlinse. Diese Filterarten haben keinen wesentlichen Einfluss auf das Motiv, sondern dienen lediglich dem Schutz.

Ausreichend Fotofilme

Während Ihrer Safari werden Sie unglaublich viele Möglichkeiten zur Fotografie haben! Da Filme in Afrika sehr teuer und schwer zu bekommen sind, sollten Sie ausreichend Filme mitbringen.

Die Filmempfindlichkeit ist abhängig von der Safari-Destination, der Jahres- und der Tageszeit. In den Morgen- und Abendstunden sowie in anderen schlechten Lichtverhältnissen ist ASA/ISO 200, 400 (oder mehr) empfehlenswert. Für gutes Tagslicht ist ASA/ISO 50 oder 100 ausreichend.

Nutzen Sie für die Lagerung Filmschutzbeutel. Diese schützen Ihre Filme vor Umwelteinflüssen wie Hitze und Staub sowie vor den Röntgenstrahlen bei Handgepäckkontrollen am Flughafen.

Das weitere Zubehör

Für den Transport Ihrer Kamera ist eine Fototasche, die vor Staub und Vibrationen schützt, unabdingbar. Wichtig ist dabei eine gute Polsterung der Tasche, so dass die Tasche auf holprigen Straßen einiges abfängt.

Bringen Sie genügend Ersatzbatterien für die gesamte Fotoausrüstung mit. Ein Adapter ist für das Aufladen im Hotel nötig.

Als Ersatz für ein Stativ ist auf einer Jeep Safari ein kleiner Bohnensack sehr zu empfehlen. Dieser kann als Unterlage auf dem Autodach oder dem heruntergekurbelten Fenster dienen.

Für den Notfall kann eine zweite kleine Ersatzkamera sehr von Vorteil sein. Bei der Safari Fotografie kann es immer mal vorkommen, dass eine Kamera aus verschiedenen Gründen beschädigt wird. Damit Sie in dem Fall nicht komplett auf Erinnerungsfotos verzichten müssen, kann das Mitnehmen einer zweiten Kamera sehr wertvoll sein!